Thema des Monats Oktober: Welternährungstag am 16. Oktober 2019

Veröffentlicht: 09. Okt 2019

Ernährung auf hohem Niveau

Blicken wir anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober auf die Ernährungssituation in Deutschland und Europa, so stellen wir fest: Die Versorgung ist im Durchschnitt quantitativ mehr als ausreichend! Unsere tägliche Ernährung hält uns aber nicht nur am Leben, sondern ist Teil unserer Lebensqualität: Wir treffen uns mit Familie und Freunden zum Kochen und Essen, manchmal sind Lebensmittel sogar wahre Seelentröster. Viele Menschen identifizieren sich zudem über ihren Ernährungsstil. Sie möchten beispielsweise durch eine vegane Lebensweise gesünder leben und einen positiven Beitrag für Tier- und Umweltschutz leisten.

Qualität vor Quantität

Wer pflanzliche Lebensmittel clever kombiniert, der schafft auch damit eine gute Ernährungsbasis. So können Hülsenfrüchte, Nüsse oder Sojaprodukte beispielsweise viele wichtige Makro- und Mikronährstoffe liefern. Die Zufuhr an Mikronährstoffen, die hauptsächlich in tierischen Produkten enthalten sind, fällt jedoch auf dem veganen Speiseplan deutlich geringer aus als bei normaler Mischkost. Vor allem an Vitamin B12 mangelt es Veganern. Aber auch Vitamin D, Calcium, Eisen, Zink und Omega-3-Fettsäuren können im kritischen Bereich liegen. Dies ist der Grund, warum die vegane Kostform nicht für Schwangere, Stillende, Babys und Kleinkindern geeignet ist – zumindest nicht ohne Unterstützung von Ernährungsexperten. Warum ist dies so wichtig?

In den ersten 1000 Tagen – von der Empfängnis bis zum zweiten Geburtstag – hat gerade die Qualität der Ernährung eine prägende Wirkung auf die kurz- und langfristige Gesundheit des Kindes. Es ist sozusagen die Basis für das gesamte Leben und kann sogar vor chronischen Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes und Asthma schützen. Werdende Mütter versorgen ihr Ungeborenes optimal mit den wichtigen Makro- als auch Mikronährstoffe, wenn sie hier zulangen: z. B. saisonales und regionales Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, pflanzlichen Öle (z. B. Oliven-, Raps-, Lein- und Kürbiskernöl), Joghurt, Eier und zwei- bis dreimal die Woche Fisch. Und gerne auch mal ein gutes Stück Fleisch – nur durchgegart muss es sein.

Die optimale Versorgung des Babys

Für die gesunde Ernährung nach der Geburt hat die Natur glücklicherweise perfekt vorgesorgt: Muttermilch ist nicht nur das natürlichste Lebensmittel, sondern sie fördert durch ihre einzigartige und komplexe Zusammensetzung kurz- und langfristig die Gesundheit des Kindes – und zwar zum Nulltarif!

Weltweit setzen sich viele Hebammen und Kinderärzte aktiv für die optimale Ernährung der Kleinsten ein und fördern das Stillen. Als Nestlé Nutrition Institute (NNI) möchten wir Sie und alle Kolleginnen und Kollegen dabei mit "Science for Better Nutrition" unterstützen. Wir sind aktiv in der Ernährungsforschung und informieren Sie über ein breites Themenspektrum rund um die Ernährungssicherung in der Schwangerschaft und von Babys und Kleinkindern. Als Partner der Stiftung EFCNI, der European Foundation for the Care of Newborn Infants, unterstützen wir in Deutschland Fortbildungen zum Aufbau und Betrieb von Frauenmilchbanken.

Aber auch jeder einzelne von uns kann beitragen: Wer die Qualität der Lebensmittel vor die Quantität stellt, viele frische, saisonale und regionale Lebensmittel auf dem Speiseplan hat, und damit auch einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet, der lebt im Sinne des Welternährungstages!