Thema des Monats Juni: Reisevorbereitung

Veröffentlicht: 04. Jun 2019

Damit der Urlaub zur echten Erholung wird!

Sie waren monatelang unglaublich fleißig, haben alles für Ihre jungen Familien und kleinen Erdenbürger getan - und freuen sich nun auf den Urlaub? Dann ist es soweit: Endlich Ferien! Und gleich in den ersten Tagen breiten sich – statt der heiß ersehnten Glücksgefühle – krankmachende Keime in Ihrem Körper aus. Dieses Phänomen wird auch Leisure Sickness genannt – zu Deutsch Freizeitkrankheit.

Eine Untersuchung der Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH) von 2017 zeigt, dass 22 Prozent der deutschen Beschäftigten bereits an Leisure Sickness erkrankt waren, also etwa jeder Fünfte. Meistens sind Menschen vom Typ Perfektionist betroffen. In der Arbeitsphase stehen sie geistig und körperlich nonstop unter Strom, auch das Immunsystem powert unaufhaltsam durch. Angekommen im Urlaub sinkt das Stresslevel, der Körper fährt die Produktion der Abwehrzellen runter – und zack: die kleinen Krankmacher haben leichtes Spiel.

Erholt statt freizeitkrank- so können Sie präventiv gegensteuern:

Tipp 1:
 Nutzen Sie Ihr Netzwerk und organisieren Sie ohne Druck lange vor dem Urlaubstermin Ihre Vertretung. Kündigen Sie diese den Familien und Patienten, die Sie betreuen, dann frühzeitig an! Am besten über möglichst viele Kanäle: z. B. Homepage, Aushänge in Ihrer Praxis, Flyer, Newsletter und eine Abwesenheitsnotiz in Ihrem E-Mail-Account. Wenn bekannt ist, in welchem Zeitraum Sie in Urlaub sind und wer Ihre Vertretung übernimmt, sind alle Seiten entspannt – auch Sie! Nun können Sie ohne schlechtes Gewissen auch mal Ihr Smartphone beiseitelegen, denn ständige Erreichbarkeit belastet die Psyche. 

Tipp 2: Schaffen Sie Ruheinseln schon vor dem Urlaub. Die beste Anti-Stress-Pille im Arbeitsalltag ist regelmäßige Bewegung (z. B. Walking, Yoga), aber auch Achtsamkeitsübungen oder ruhige Musik vor dem Einschlafen laden die Akkus im Alltag auf. Das hilft auch, den Erholungseffekt nach dem Urlaub länger zu konservieren. 

Tipp 3: Schrauben Sie Ihre Ansprüche an den Urlaub runter. Wenn Sie zu viel erwarten, dann stressen Sie sich und werden auch schneller enttäuscht. Auch zu viel Vorbereitung kann Druck machen. Urlaub an der Nordsee oder auf Balkonien ist daher manchmal entspannender als das 5-Sterne-Luxus-Resort auf den Malediven. 

Tipp 4: Packen Sie nicht zu viele Aktivitäten in die freien Tage, denn Ihr Job ist schon durchgetaktet genug. Praktizieren Sie Langeweile, chillen Sie in den Tag hinein und entscheiden Sie spontan, was der Tag bringen soll … Wunderbar!

Tipp 5: Vor allem mit der Ernährung können Sie nachhaltig Ihr Wohlbefinden steigern (nicht nur im Urlaub): Nicht nur WAS und WIEVIEL Sie essen und trinken ist wichtig, sondern auch das WIE. Achtsame Ernährung ist das Schlüsselwort! Checken Sie nicht beim Essen Ihr Smartphone, sondern entschleunigen Sie auch beim Essen: Nehmen Sie bewusst die leckeren Speisen und Getränke vor Ihnen wahr. Seien Sie ruhig die/der Langsamste am Tisch und legen Sie zwischendurch einfach mal das Besteck beiseite. So verhindern Sie hastiges Schlingen und merken, wann Sie satt sind. Und wir wissen alle, wie hartnäckig die Urlaubsandenken auf den Hüften sein können … 

Tipp 6: Genießen Sie die landestypische Küche. Sie bietet häufig viele gesunde Power-Lebensmittel, die Ihre leeren Akkus mit sinnvoller Energie auffüllen. Denken Sie nur an die traditionelle mediterrane Küche! Leckerer fangfrischer Fisch, Gemüse kurz in gutem Olivenöl angebraten, Nüsse, Avocados, Beerenfrüchte und natürlich auch mal ein Gläschen Wein.  

Nutzen Sie auch Gewürze wie Ingwer, Kurkuma, Koriander, Kardamom und Chili. Sie bringen Energie und wirken stimmungsaufhellend, manche auch wärmend. Wohldosierte Würze für Ihren Urlaub!

In diesem Sinne: Genießen Sie die schönste Jahreszeit – die Urlaubszeit!