Thema des Monats August: Sommermonate – Boom der Sommerbabys

Veröffentlicht: 28. Jul 2020

Seit Anfang der 1980er Jahre gibt es in Deutschland das Phänomen, dass in den Sommermonaten von Juli bis September die meisten Kinder geboren werden. Über 30 Jahre ist der Juli nun schon mit durchschnittlich 67.980 Geburten der kinderreichste Monat. Das heißt im Juli kamen jedes Jahr täglich etwa 2.193 Babys zur Welt. Im Vergleich dazu wies der Dezember mit 1.905 Geburten pro Tag die geringste Zahl auf.
Zahl der Geborenen Das ist die Statistik – doch was steht dahinter? Was sind die Gründe für diesen Trend? Störche, die vor ihrer Reise nach Süden noch einmal fleißig werden? Das mangelnde Freizeitangebot im Spätherbst, die kuschelige Herbst- und Winterzeit oder doch romantische Stunden zu zweit, wenn es früh dunkel wird? Vielleicht auch nur der Gedanke an Sommerkinder und schöne Geburtstagsfeiern an warmen Sommerabenden. Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob 2021 der Januar oder Februar den Juli Corona-bedingt vom 1. Platz als geburtenstärksten Monat verdrängt...

Geburtenzahlen im Vergleich

Im Jahr 2019 lagen die Zahlen für Juli sogar über diesem Durchschnitt. Der Hochsommermonat brachte insgesamt 72.660 Babys auf die Welt – dicht gefolgt
von August (71.562) und September (70.057). Damit waren es sogar 2.344 Geburten pro Tag und ein Anteil von 9,3% an den insgesamt 778.100 Geburten in diesem Jahr. Im Vergleich kamen circa 9.400 weniger Kinder als im Vorjahr auf die Welt. Während 2018 noch 9,5 Neugeborene auf je 1.000 Einwohner*innen kamen waren es 2019 dann nur noch 9,4 Kinder. Damit liegt Deutschland aber immer noch über dem EU-Durchschnitt von 9,3 Neugeborenen auf je 1.000 Einwohner*innen.

Und so schaut der Blick auf die europäischen Länder aus, der 2018 vom statistischen Bundesamt im Rahmen eines Mikrozensus erhoben wurde: Deutschland liegt mit 1,57 Kindern je Frau (zusammengefasste Geburtenziffer) genau im EU-Durchschnitt.

Geburtenziffer
Weitere Informationen und Daten zu Geburten und Familien können Sie auf der Seite des Statistischen Bundesamtes in den Ergebnissen des Mikrozensus 2018 nachlesen.